Satzung des Vereins "Aachener Engel e.V."

§ 1 Name, Sitz

Der Verein führt den Namen "Aachener Engel". Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden; nach der Eintragung lautet der Name "Aachener Engel e.V.". Der Verein hat seinen Sitz in Aachen.

 

§ 2 Zweck

Der Verein soll primär aufgrund Krebserkrankung bedürftig gewordenen Menschen oder sonstigen bedürftigen Menschen aus der Region Aachen mit finanziellen und sächlichen Mitteln in Fällen konkreter unverschuldeter Einzelschicksale direkt und unmittelbar helfen, und zwar mit entsprechenden Mitteln des Vereins insbesondere aus Veranstaltungen, Spenden etc. Zweck des Vereins ist zudem die Wertschätzung guter Taten von Menschen aus der Nachbarschaft und sonstigen Umfeld durch Öffentlichmachung. Es soll ein Forum geschaffen werden, um diesen Menschen die gehörige Aufmerksamkeit zu schaffen und andere zu inspirieren, auch Gutes zu tun. Daneben soll präventiv Hilfe mit dem Schwerpunkt Heranwachsender (wie Betreuung, Förderung im schulischen und außerschulischen Bereich) stattfinden. Vorschläge für konkrete Hilfsmaßnahmen können nur durch Mitglieder des Vereins oder den Vorstand eingebracht werden. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an die Kinderkrebshilfe. Alle Inhaber von Vereinsämtern sind ehrenamtlich tätig. Jeder Beschluss über die Änderung der Satzung ist vor dessen Anmeldung beim Registergericht dem zuständigen Finanzamt vorzulegen.

 

§ 3 Eintritt von Mitgliedern

Mitglied des Vereins kann werden, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat sowie juristische Personen. Die Aufnahme bedarf eines schriftlichen Antrages. Die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt durch Zustimmung des Vorstandes und mindestens eines weiteren Mitgliedes. Entscheiden sich der Vorstand und mindestens 5 Mitglieder gegen die Aufnahme, wird die Aufnahme verwehrt. Die Aufnahme eines neuen Mitgliedes setzt einen Bürgen aus den Reihen der Mitglieder voraus. Antragsteller, die nach dem Strafgesetzbuch in Form einer Freiheitsstrafe oder Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen vorbestraft sind, werden nicht aufgenommen. Mitglieder die entsprechend strafrechtlich verurteilt werden, werden umgehend durch entsprechenden Beschluss des Vorstandes ausgeschlossen.

 

§ 4 Austritt von Mitgliedern

Ein Mitglied kann jederzeit durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstandes aus dem Verein austreten.

 

§ 5 Ausschluss von Mitgliedern

Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es schuldhaft in grober Weise die Interessen des Vereines verletzt. Ein Beschluss über den Ausschluss erfordert die Stimmen der Mitglieder des Vorstandes sowie 5 weiterer Mitglieder.

 

§ 6 Mitgliedsbeitrag

Der Mitgliedsbeitrag beträgt zunächst 36,00 € pro Kalenderjahr. Etwaige Änderungen werden von der Mitgliederversammlung festgesetzt. Der Mitgliedsbeitrag ist zu Beginn des Kalenderjahres auf das Vereinskonto zu entrichten. Der Mitgliedsbeitrag sowie Spenden und sonstige Einnahmen werden für wohltätige Zwecke genutzt. Der geleistete Beitrag kann höher sein, was jedoch nicht zu einer dauerhaften, höheren Beitragszahlung verpflichtet. Eine höhere Zahlung erhöht nicht das Stimmrecht des einzelnen Mitgliedes.

 

§ 7 Vorstand

Der Vorstand besteht aus einem 1. Vorsitzenden, einem stellvertretenden Vorsitzenden und einem Schatzmeister. Der Vorstand bleibt bis zu einer Neuwahl im Amt. Der Vorstand ist berechtigt, entgeltlich im Aufgabenbereich des Vereins tätig zu sein. Jedes Mitglied des Vorstandes ist allein zur Vertretung des Vereins berechtigt. Eine persönliche Haftung der Mitglieder des Vorstandes für Pflichtverletzungen scheidet aus; dies gilt nicht für ein Mitglied, welches vorsätzlich Pflichtverletzungen begeht. Für fahrlässiges Handeln wird auf keinen Fall gehaftet.

 

§ 8 Gelder, Spenden, Konten

Alle Einnahmen durch Veranstaltungen, Spenden oder Mitgliedsbeiträge werden wohltätigen Zwecken zugeführt. Diese Gelder werden nur über ein Konto des Vereins verwaltet, von welchem auch anfallende Kosten beglichen werden. Somit besteht eine immer gegebene Transparenz aller Geldbewegungen. Alle Ausgaben müssen von zwei Vorsitzenden sowie mindestens einem weiteren Mitglied freigegeben werden. Lediglich der Erwerb von z.B. Büroartikeln, Werbeflyern oder ähnlichem kann bis zu einer Summe von maximal 200,00 € von einer Vorstandsperson getätigt werden ohne die Zustimmung eines weiteren Mitgliedes. Über Veranstaltungen jeglicher Art entscheidet der Vorstand und ein Mitglied. Die Kosten für Veranstaltungen werden aus dem Vereinskonto getragen. Alle entstehenden Ausgaben müssen angemessen sein und nach vorstehender Bewilligung schriftlich dokumentiert werden. Eingehende Spenden werden keinem festgelegten Zweck zugeführt. Vorhandene Gelder werden satzungsgemäß vergeben. Nur gezielte Spenden mit einem konkreten Verwendungszweck werden umgehend an die zu begünstigende Person oder Institution weitergeleitet. Jede Spende wird mit einer Spendenquittung quittiert.

 

§ 9 Begünstigte

Begünstigt sollen diejenigen sein, die ohne eigenes Verschulden in eine Notlage geraten sind und hilfsbedürftig sind. Begünstigte müssen glaubhaft machen, dass sie keine hinreichenden eigenen Mittel haben, auf die sie zurückgreifen können. Sollten diese Angaben nicht der Wahrheit entsprechen, wird der Verein rechtliche Schritte einleiten und eventuell ausgezahlte Hilfen zurückfordern. Die Zuwendung, die ein Begünstigter erwarten kann, liegt im Ermessen des Vorstandes in Verbindung mit einem Mitglied; ein Rechtsanspruch besteht nicht - der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

§ 10 Mitgliederversammlung

Die ordentliche Mitgliederversammlung findet ein Mal jährlich statt. Außerordentliche Mitgliederversammlungen finden statt, wenn dies im Interesse des Vereins erforderlich ist oder wenn die Einberufung einer derartigen Versammlung von 1/4 der Mitglieder schriftlich vom Vorstand verlangt wird; dabei sollen die Gründe angegeben werden.

 

§ 11 Einberufen von Mitgliederversammlungen

Mitgliederversammlungen werden vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden durch einfachen Brief einberufen. Dabei ist die vom Vorstand festgelegte Tagesordnung mitzuteilen. Die Einberufungsfrist beträgt zwei Wochen.

 

§ 12 Ablauf von Mitgliederversammlungen

Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom 2. Vorsitzenden bzw. stellvertretenden Vorsitzenden, geleitet; ist auch dieser verhindert, wählt die Mitgliederversammlung einen Versammlungsleiter. Durch Beschluss der Mitgliederversammlung kann die vom Vorstand festgelegte Tagesordnung geändert und ergänzt werden. Über die Annahme von Beschlussanträgen entscheidet die Mitgliederversammlung mit der Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen; Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen. An Abstimmungen können die Mitglieder grundsätzlich nur persönlich teilnehmen; eine Bevollmächtigung kann nur gegenüber einem Gründungsmitglied erfolgen. Zum Ausschluss von Mitgliedern und zu Satzungsänderungen ist eine Mehrheit von 3/4, zu Änderungen des Vereinszweckes und zur Auflösung des Vereins eine solche von 9/10 der abgegebenen gültigen Stimmen und die Zustimmung des Vorstandes erforderlich. Abstimmungen erfolgen grundsätzlich durch Handaufheben; wenn 1/3 der erschienen Mitglieder dies verlangt, muss schriftlich abgestimmt werden.

 

§ 13 Protokollierung von Beschlüssen

Beschlüsse sind unter Angabe des Ortes und der Zeit der Versammlung sowie des Abstimmungsergebnisses in einer Niederschrift festzuhalten; die Niederschrift ist von dem Schriftführer zu unterschreiben.

 

§ 14 Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit der in § 12 festgelegten Stimmenmehrheit beschlossen werden. Sofern die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren. Die vorstehenden Vorschriften gelten entsprechend für den Fall, dass der Verein aus einem anderen Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.